Isar-Altwasser bei Schiltorn
Blick auf Thundorf & Niederalteich mit Donau
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Isarmündung - rechts Isar - links Donau

26. Dorfwettbewerb: "Unser Dorf hat Zukunft - Mitmachen. Dabeisein. Gewinnen!"

Dorfwettbewerb 2016-2019

Wir gratulieren Moos, Gemeinde Moos, im Landkreis Deggendorf zum Erreichen der Bronzemedaille im Landesentscheid Bayern 2018 und zum Sonderpreis der Bayerischen Architektenkammer für „ein Projekt neuer kompakter Wohnformen zur Stärkung der Innenentwicklung“. Die Abschlussveranstaltung und Preisverleihung findet am 24. November 2018 in Veitshöchheim statt.

Rückblick zum Kreisentscheid im Landkreis Deggendorf 2016

Der Kreisentscheid zum 26. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ fand am 6. September 2016 mit den Bewertungsrundgängen der Kreiskommission in den gemeldeten Dörfern statt.
Mitglieder der Kreiskommission waren:

  • Bezirks- und Kreisbäuerin, Kreisrätin Maria Biermeier
  • Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Deggendorf, Rita Meier
  • Kreisheimatpfleger Florian Jung, Landratsamt Deggendorf
  • Naturschutzreferent Reinhard Schwenk, Landratsamt Deggendorf
  • Architektin Ursula Süß, Bauamt Landratsamt Deggendorf

Die Kommissionsleitung hatte Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege Petra Holzapfel, Landratsamt Deggendorf
Die Dörfer wurden von den jeweiligen Dorfgemeinschaften und Bürgermeistern präsentiert und vorgestellt.

Ergebnis der Bewertung der Kreiskommission

Datting in der Gemeinde Lalling und Moos werden den Landkreis Deggendorf im Bezirksentscheid des Wettbewerbes im nächsten Jahr vertreten können. Datting konnte sich in der Kategorie der Dörfer unter 600 Einwohner qualifizieren, Moos in der Kategorie der Dörfer über 600 Einwohner.
„Die Kreiskommission konnte sehr vielfältige Eindrücke zweier in der Größe und Anlage sehr unterschiedlicher Dörfer mitnehmen. Jedes überzeugte auf seine Weise“, so die Kreisfachberaterin.
Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wird auf Kreisebene voraussichtlich wieder 2019 stattfinden.

Datting (Gemeinde Lalling)

Datting ist ein ursprüngliches Bergweilerdorf am Waldrand des Dattinger Berges in landschaftlich reizvoller Lage und mit weitem Blick in den Donauraum.
Die besondere Qualität wird durch das denkmalgeschützte Ensemble geprägt, das aus vier historischen Waldlerhäusern besteht. Die fachgerechte Sanierung eines dieser Objekte ist weitgehend abgeschlossen, ein anderes wird gerade vorbildlich in Stand gesetzt. An zwei Gebäuden führte man in den letzten Jahrzehnten immer wieder Renovierungsmaßnahmen durch, so dass auch dessen Bewahrung für kommende Generationen wahrscheinlich ist.
In der Mitte des kleinen Dorfes ist eine Dorfkapelle vor einigen Jahren von der Dorfgemeinschaft in Eigenleistung gebaut worden, die sich weitgehend in dieses Ensemble einfügt.
Als weitere große Gemeinschaftsleistung wurde vor wenigen Jahren eine Hackschnitzelheizanlage erstellt zur Versorgung von sechs Häusern. Das Restholz der angrenzenden Wälder kann dadurch verwertet werden.
Die junge Generation betreibt eine aktive Landwirtschaft und pflegt damit die Kulturlandschaft. Der Weiler fügt mit den vielen, alten Streuobstbeständen besonders harmonisch in die Landschaft des Bayerwald-Vorwaldes.
Potential sieht die Kommission in der Entwicklung eines individuellen Tourismusangebotes am Goldsteig.

Moos (Gemeinde Moos)

Moos lebt durch die aktiven Menschen, dem ehrenamtlichen Engagement und die vielfältige Vereinskultur - Sportlich, musikalisch, künstlerisch-kulturell und mit den traditionsreichen Festen im Jahresablauf.
Alles, was zu einem lebenswerten Dorf dazugehört, ist in Moos zu finden:
Beim Metzger, Bäcker und im Lebensmittelladen können sich die Bürger ortsnah versorgen, die Wirtshäuser sind geselliger und gesellschaftlicher Treffpunkt. Die Brauerei und ortsansässige Klein- und Mittelbetriebe bieten Arbeitsplätze vor Ort und die ärztliche Grundversorgung, Kindergarten und Grundschule sichern wichtige Bausteine einer hohen Lebensqualität.
Die Dorferneuerung der letzten zehn Jahre brachte nicht nur ein konzeptionell durchdachtes Leitbild für Moos, sondern durch die Umsetzung eine wesentliche Aufwertung des Dorfbildes, insbesondere bei der Straßenraumgestaltung. Besonders positiv sind hierbei zu werten, der neue Rathausvorplatz, die neu entstandenen, straßenbegleitenden Grünstreifen, teils mit baumgeleitender Pflanzung, die zurückgesetzten Zäune oder offene Vorgärten.
Dabei hat Moos die Entwicklungschancen zur innerörtlichen Gestaltung, die mit der Ortsumgehung Moos entstanden sind, umfänglich genutzt.
Auffallend sind auch der wertvolle, alte Baumbestand im Dorf mit Eichen, sowie die imposante, doppelreihige Lindenallee. Farbliche Akzente setzen dabei Spalierreben an manchen Fassaden, sowie der Blumenschmuck an den Fenstern in der Ortsmitte.
Die Bebauung im Ortskern besteht einerseits aus historischen Gebäuden, die in Stand gesetzt sind, andererseits finden sich Neubauten, die sich weitgehend in diesen Bestand einfügen. Es gibt keine Leerstände in der Ortsmitte und Hausformen, die in unserer Gegend keine Tradition haben, beschränken sich auf Neubaugebiete.
Die neu renovierte Pfarrkirche ist ein echtes Schmuckstück geworden. Ein nettes Detail hat Pfarrer Blömecke angeregt: ein Schaf schaut aus dem Fenster der Wandmalerei, ob alle „Schäfchen“ bereits versammelt sind.

Infomaterial - Downloads

• Broschüre Dorfwettbewerb 2016-2019:
Leitfaden mit Bewertungskriterien erhältlich bei der Kreisfachberatung im Landratsamt oder hier als Download

Weitere Infos zum Dorfwettbewerb

www.dorfwettbewerb.bund.de
www.dorfwettbewerb.bayern.de

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