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Ehrung verdienter Personen rund um die Volksmusik durch Landrat Bernd Sibler

09.03.2026 Tradition, Brauchtum, Heimatkultur und Volksmusik standen erneut im Fokus bei einer Feierstunde im Landratsamt. Landrat Bernd Sibler konnte zusammen mit Kreismusikpflegerin Elisabeth Hofmann 15 verdiente, teilweise viele Jahrzehnte tätige langjährige Volksmusikerinnen und Volksmusiker auszeichnen.

Landratsamt Deggendorf Gruppenfoto

Landrat Sibler, als gelernter Gymnasiallehrer und inzwischen auch Präsident des Bayerischen Musikrates, betonte in seiner Ansprache, dass Musik eine besondere Sprache ist, die ausdrücken kann, was Worte und Gesten nicht vermögen. Musik als Sprache des Herzens und der Seele spricht einfach Menschen in besonderer Weise an. Kulturelle Veranstaltungen verschiedenster Art sind ohne Musik nicht vorstellbar. Musik öffnet Grenzen zu den unterschiedlichsten Kulturen, ist eine Verbindungsebene von unterschiedlichsten Menschen. Ebenfalls ist es möglich, dass man durch Musik Ruhe findet und auch die Seele baumeln lassen kann.  Der Landkreischef verwies auch auf die Ensemblemusik, wo ganz besonders gefordert ist, sich aufeinander einzulassen und Zwischentöne wahrzunehmen.

Musik generell hilft sich zu entspannen, Konflikte zu lösen und neue Zugangswege zu eröffnen. Deshalb werde er sich, so Sibler, für mehr Musikunterricht – ganz besonders für Grundschulen – einsetzen.

Den anwesenden Bürgermeistern dankte er dafür, dass diese vermehrt Orte schaffen wo Musik in den Gemeinden gelebt werden kann.

Kreismusikpflegerin Elisabeth Hofmann bedankte sich bei Landrat Sibler, dass die Ehrung bereits ein zweites Mal in diesem schönen Rahmen stattfindet. Sie unterstrich, dass Musik eine Berufung und Leidenschaft für die Geehrten sei. Dieser Schatz müsse auch weiter gegeben werden, damit andere auch Zugang dazu haben, nachdem von den Geehrten vielfach praktizierten Motto „Brauchtum leben und anderen ermöglichen.“

Die Kreismusikpflegerin präsentierte auch eine spezielle Überraschung. Denn der ebenfalls zu ehrende Franz Sprenzinger hatte speziell für diese Feierstunde die Polka „Bayerische, böhmische Musikanten singen“ komponiert, die allen Musikvereinen im Landkreis Deggendorf gewidmet ist. Die Polka wurde auch gleich „ur-abgespielt“ und kann auf der Homepage des Landkreises Deggendorf unter https://www.landkreis-deggendorf.de/aktuelles/aus-dem-landkreis/bayerische-boehmische-musikanten-aufnahme/ angehört und gedownloadet werden.  Landrat und Kreismusikpflegerin bedanken sich sehr für dieses außergewöhnliche Geschenk.

Zusammen mit Kreismusikpflegerin Hofmann würdigte Landrat Sibler die 15 Geehrten mit jeweils einer Laudatio und einer Urkunde.

Es handelt sich um: (Reihung aufsteigend nach Tätigkeitsjahren)

25 Jahre

Christian Sommer, Winzer:

Er übernahm im Jahr 2000 nach dem Tod des Gründers Sepp Raith als neuer Dirigent den Heimatsingkreis Iggensbach bis heute. Das kulturelle Leben der Gemeinde Iggensbach schätzt den Chor sehr. Auch für die Kinder-Krebshilfe setzt sich Sommer sehr ein. Er organisiert größere Veranstaltungen, bei denen er mit Kindern musiziert. Der Erlös dieser Veranstaltungen geht an die Kinder-Krebshilfe.

30 Jahre

Waltraud Kaiser, Deggendorf

Mit dem musikalischen Virus wurde sie bereits intensiv in der Kindheit in der Familie infiziert. So lag es nahe, dass sie die Liebe und Freude an der Musik auch beruflich ausübt. Sie ist inzwischen seit über 30 Jahren an der Städtischen Musikschule Plattling tätig und darüber hinaus noch vielfältig musikalisch engagiert. Sie leitet seit Jahrzehnten Chöre, hilft an der Orgel bei der Kirchenmusik in verschiedenen Pfarreien aus, ist seit Jahrzehnten eine engagierte Volksmusikantin mit diversen Musikinstrumenten und insofern als versierte Musikerin als der Volksmusikszene in der Region nicht mehr wegzudenken.

35 Jahre

Lucia Ortbauer, Grafling

Der Zugang zur Volksmusik wurde bereits früh im Elternhaus gelegt. Volkstanz, Musizieren und Singen gehörten von Kindesbeinen bei dieser engagierten Volksmusikanten mit dazu. Und so fließt automatisch Musik auch in den Beruf der Geehrten als Lehrerin ein. Seit vielen Jahren nimmt sie teil am Adventshoagarten im Weißbräu sowie bei verschiedensten Musikantenstammtischen. Sie ist Initiatorin mit staatlichen Fördermitteln eines Gruppenraum in der Rohrmünzmühle zu ermöglichen. Die Pfadfinder AG war geboren und so kommen regelmäßig Kinder zu Kursen zusammen. Wertvoll ist auch ihre Unterstützung der Stubenmusi, die den Graflinger Männerchor begleitet.

40 Jahre

Helmut Kurz, Deggendorf

Musik gehört für den Deggendorfer Wirt zum über vier Jahrzehnten zum Alltagsleben. Ob mit der Steirischen oder dem Böhmischen Bock, dem Multi--Instrumentalist macht so schnell keiner was vor. Er ist Chef der „Brotzeitmusi“, Förderer von bayerisch-böhmischer Zusammenarbeit mit der Kindertanzgruppe in Böhmisch-Eisenstein. Er unterstützt Aktionen, wie den Deggendorfer Mundart-Tag und die Wirtshausmusi. Nicht zuletzt durch viele Wanderjahre als Koch in der Welt, hat er die Liebe zur heimischen Volksmusik noch mehr gefunden und lebt sie als Musikant, Bewahrer von Tradition und Brauchtum. 

40 Jahre

Frieda, Schober, Schöllnach

Ihr Anliegen war und ist es anderen Menschen mit Spaß und Freude den Zugang zu Landlern und Figurtänzen zu schaffen. Sie war Jugendleiterin beim Trachtenverein Hengersberg und zusammen mit ihrem Ehemann Sepp ein gefragtes Vortänzerpaar auf Volkstänzen im Landkreis, wie gerade erst beim Lichtmeßtanz in Unterfrohnstetten. Seit etwa 1999 liegt ihr Augenmerk auch auf dem richtigen Trachtengewand. Alte Stoffe wollen von ihr gefunden oder gar gerettet werden. Und so können Generationen von jungen Volkstanzmädels ins richtige Dirndlkleid genäht werden.

40 Jahre

Sepp Schober, Schöllnach

Von Jugendtagen an war er Musikant, Sänger und Tänzer, eben das ideale volksmusikalische Dreigespann. Er gehört lange dem Trachtenverein Hengersberg an, war lange Zeit auch dessen Vorstand. Seit ca. 20 Jahren unterstützt er den Hengersberger Musi-Gesang mit Hackbrett und Singen. Und er ist seit vielen Jahren zusammen mit seiner Frau Frieda ein gern gesehenes Vortänzerpaar. Zusätzlich ist er in Chor und Ensemble eine gefragte Männerstimme.

40 Jahre

Franz Sprenzinger, Wallerfing

Er ist eine weitere musikalische Institution im Landkreis, der tief in der Volksmusik verwurzelt ist. Als Komponist, Dirigent, Tonstudiobetreiber, Kapellmeister, Akkordeonspieler etc. ist er in seinem Element. So spielt er beim Ballastorchester, in der Deggendorfer Gastronomie, beim Donaufest etc. und macht handverlesene Musik auch mit einer unverstärkten Blaskapelle beim Frühlingsfest. Er ist Gründungsmitglied der Stadtkapelle Deggendorf und war über ein Jahrzehnt deren Kapellmeister.

45 Jahre

Hans Jäger, Moos

Flügel und Kirchenorgel gehörten für ihn von Jugend an zu seinem Leben im Münchner Umland.  Als Lehrer ließ er sich ab 1981 in Moos nieder und wurde u. a. Kulturbeauftragter, später Erster Bürgermeister.  Stets war er ihm auch in seinen Ämtern die Förderung der Volksmusik wichtig. Er gründete die „Huadara“, eine Gesangs- und Kabarettgruppe und war mit dabei bei „drunter & drüber“. Volksmusik machen durch Singen, Tanzen und Musizieren war seine Leidenschaft, wo er auch Maßstäbe setzte.

Kirchenchor, Männerchor, „Mooserer Blosn“ etc. tragen seine Handschrift - unterstützt auch durch seinen Lehrer- und Musikerkollegen Josef Lehner.

45 Jahre

Josef Lehner, Moos

Sein langes Musikantenleben reicht bis in die 80iger Jahre zurück und ist vielfältig: z. B.

AH-Band Moos, „Huadara“, „Drunter & drüber“ sind gute Stichworte. Gründungsmitglied ist er beim Mooser Männerchor und bei der „Mooserer Blos`n“ und hier auch beispielsweise Notenwart und Vorstandsmitglied. Bis heute ist er versierter Musikant im Wirtshaus und Kirche und zusammen mit Moderator und Musiker Hans Jäger ein unschlagbares, unterhaltsames Team. Wichtig ist ihm das musikalische Wissen und die Freude an der Musik an die Jugend weiterzugeben und die Blechbläsertradition weiter hoch zu halten.

50 Jahre

Hans Ebner, Grafling

Selbst im Gymnasium Metten musikalisch aufgewachsen, hat er über viele Jahre die Geschicke der Kalliope gelenkt, der Jugendbläsergruppe des Gymnasiums Mettens, die den besonderen Bildungsauftrag dieser Schule bis heute verkörpert. Über 20 Jahre hast er Blechblasinstrumente unterrichtet. Etwa 20 Jahre war er auch Sänger bei den Geißkopfsängern. Zusätzlich ist er als Volksmusikant bei verschiedenen Anlässen und Gruppen tätig und als Sänger, Tänzer und Musikant bis zu den Landesvereinsseminaren nach Herrsching und der Volksmusikakademie in Freyung bekannt.

50 Jahre

Jutta Gerg, Grattersdorf

Das Hackbrett ist ihr Instrument und legendär ist ihr erster Auftritt 1980 im Wolferstetter Keller in Vilshofen mit dem Vorwaldtrio. Sie war auch Teil der legendären Häuslmo-Musik. Als Grundschullehrerin lag ihr besonders am Herzen den Grattersdorfer Kindern die Tradition von Musik, Gesang und Theater sowie Volksmusik, Mundart und örtliches Brauchtum nahezubringen. Seit Jahrzehnten leitet sie auch den Kinderchor in St. Ägidius.

50 Jahre

Albert Straßer, Lalling

Seine Leidenschaft für die Musik begann schon sehr früh. In der Volkschule Lalling bei seinem Lehrer Robold, der Unterricht in Akkordeon, Gitarre und Melodica-angeboten hatte und eine Musikgruppe bildete, lernte er das Akkordeon zu spielen. Immer mehr perfektionierte er sein Können und gründete auch die Gruppe „die blauen Jungs“, die verschiedentlich auftraten. Schließlich wurde er auch Mitglied der „Bayrisch-Böhmischen Musikanten“ und war damit sogar zu Gast beim „Musikantenstadl“.

50 Jahre

Franz Meier, Oberpöring

1968 erster Auftritt als Organist in der Gemeinde. Und so entwickelte sich die „Piringa Bauermusi“, die viele Jahre als eine sonore Blasmusik, Tanzlmusi und Vorbild überzeugten. Spielt seit einigen Jahren unermüdlich als Tanzmusikant bei den Tanzkursen der KEB.

60 Jahre

Kasper Gerg, Grattersdorf

Musikpflege und Musikvermittlung waren stets ein wichtiges Anliegen von ihm. Grundschullehrer, Musikant, Sänger, Chorleiter, Organist etc. waren und sind seine Tätigkeitsfelder. Seit Ende der 90iger Jahre ist er ein festes Mitglied des Häuslomo-Dreigesangs, 2001 gewann er den Zwiesler Fink als Volksmusikpreis. Er erstellte auch ein Kinderliederbuch, dass die Grundschullehrerausbildung um die Volksmusik bereicherte.

60 Jahre

Paula Sprenzinger, Wallerfing

Ohne das Wirken von ihr und ihrem Mann wären die wunderbaren Auftritte nah und fern der verschiedensten Gruppen aus dem Landkreis in dieser Eindrucksqualität möglich gewesen. Ihr Wissen um Stoffe, das Erstellen von Schnitten ist ein Wissensschatz, einmalig im Landkreis, wenn nicht gar in Bayern. Diese Schneiderkunst, gerade auch von historischen Gewändern, wurde von ihr ein Leben lang gepflegt und auf höchstem Niveau ausgeführt.

Foto: Landratsamt:

Beschreibung von links:

Kreismusikpflegerin Elisabeth Hofmann, Erster Bürgermeister Michael Reitberger, Albert Straßer, Waltraud Kaiser, Landrat Bernd Sibler

Jutta Gerg, Erster Bürgermeister Robert Schwankl, Kaspar Gerg, Helmut Kurz, Sepp Schober, Frieda Schober, Josef Lehner, Hans Jäger

Christian Sommer, Oberbürgermeister Dr. Christian Moser, Zweite Bürgermeisterin Sabine Süß, Franz Sprenzinger, Hans Ebner, Franz Meier

Erster Bürgermeister Thomas Stoiber, Erster Bürgermeister Hans Aigner, Lucia Ortbauer, Zweiter Bürgermeister Markus Haftner

Für Sie zuständig

Name Telefon Telefax Zimmer E-Mail
Jutta Staudinger
Pressesprecherin
0991 3100-251 103 StaudingerJ@lra-deg.bayern.de

Anschrift

Landratsamt Deggendorf
Pressestelle

Herrenstrasse 18
94469 Deggendorf
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Telefon: 0991 3100-0
Fax: 0991 3100-41-250

Öffnungszeiten

Montag: 7.30 - 12.30 Uhr
Dienstag: 7.30 - 12.30 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr
Mittwoch: 7.30 - 12.30 Uhr
Donnerstag: 7.30 - 17.00 Uhr
Freitag: 7.30 - 12.00 Uhr

Kategorien: Medieninfo, Landkreis

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