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BGM-Netzwerktreffen im Zeichen der Herzgesundheit

24.11.2025 Beim 8. Netzwerktreffen Betriebliches Gesundheitsmanagement Bayerwald-Deggendorf kamen zahlreiche Vertreter von Unternehmen aus den Landkreisen Deggendorf, Freyung-Grafenau und Regen an der Technischen Hochschule Deggendorf zusammen. Branchenübergreifend stand erneut der Austausch zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement im Mittelpunkt, dieses Mal unter dem Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Gesundheit.

BGM Netzwerktreffen

Zum Auftakt begrüßten Prof. Waldemar Berg, Präsident der Technischen Hochschule Deggendorf, sowie Jürgen Beck, Direktor der AOK Bayerwald-Deggendorf, die Teilnehmenden. Beck betonte in seinem Grußwort die aktuelle Relevanz des Schwerpunkts der Herz-Gesundheit auch in der Betrieblichen Gesundheitsförderung: „Die Inhalte heute passen zum Monat November, dem Monat der Herzgesundheit.“

Im ersten Impulsvortrag sprach Prof. Dr. Dr. med. Mathias Burgmaier über das Thema „Vom Herzinfarkt bis zum Vorhofflimmern – was können wir im Jahr 2025 gegen kardiovaskuläre Erkrankungen tun?“ Er erläuterte Ursachen, Symptome und moderne Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung. Besonders hob er die Bedeutung schnellen Handelns hervor: Jede Minute zähle, denn bei Herzinfarkten, die rasch im Krankenhaus behandelt werden, überleben rund 95 Prozent der Betroffenen. Die Medizin sei heute sehr weit und hervorragend aufgestellt – vorausgesetzt, dass Beschwerden frühzeitig erkannt und konsequent gehandelt werde. Sein Appell: „Bei typischen Symptomen des Herzinfarkts nicht zögern, 112 zu rufen – vor allem wenn die Beschwerden auch in Ruhe bestehen bleiben.“ Zu den wichtigsten Symptomen zählen starke, anhaltende Brustschmerzen, häufig mit Ausstrahlung in Arme, Schulter, Kiefer oder Oberbauch. Weitere mögliche Anzeichen sind Atemnot, Engegefühl, Schweißausbrüche, Übelkeit, Erbrechen oder ausgeprägte Angstgefühle. Frauen zeigen häufiger unspezifischere Beschwerden wie Oberbauch- oder Rückenschmerzen. Zu den größten beeinflussbaren Risikofaktoren gehören Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Ein gesunder Lebensstil – weniger Stress, ausreichend Bewegung und der Verzicht auf Rauchen – bleibe ein zentraler Beitrag zur Prävention. Burgmaier ging ebenso auf Vorhofflimmern ein, eine häufige Herzrhythmusstörung, die eng mit dem Schlaganfallrisiko verknüpft ist. Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen. Moderne digitale Geräte wie Fitnessarmbänder können erste Hinweise mittlerweile erstaunlich zuverlässig erkennen.

Prof. Dr. Horst Kunhardt und Prof. Dr. Thiha Aung stellten ergänzend die Studienangebote der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften vor, insbesondere den neuen Studiengang des Physician Assistant. Mit mittlerweile rund 1200 Studierenden ist sie die größte der acht Fakultäten der Technischen Hochschule Deggendorf und leistet damit einen großen Anteil an der Ausbildung von medizinischen Fachkräften vor Ort.

Im Anschluss gab Prof. Dr. Melanie Kappelmann-Fenzl einen Impuls zum Thema „Genome & Code – Biomedizinische Datenanalyse“ und führte durch die entsprechenden Labore. Sie veranschaulichte, wie Forschende genetische Veränderungen und Mutationen im Zusammenhang mit Krebserkrankungen analysieren und welche Rolle moderne Datenverarbeitung dabei spielt.

Veranstaltet wurde das Treffen von der AOK Direktion Bayerwald-Deggendorf sowie den Gesundheitsregionen plus der Landkreise Deggendorf und Freyung-Grafenau.

Kategorien: Gesundheitsregion plus, Medieninfo

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