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Erfolgreicher Start des Projekts „Mobile Retter“ im Landkreis Deggendorf

06.08.2025 Seit dem offiziellen Start am 20. Mai 2025 ist das Projekt „Mobile Retter“ im Landkreis Deggendorf erfolgreich im Einsatz – mit spürbaren Erfolgen und einer deutlichen Stärkung der Rettungskette bei medizinischen Notfällen.

Matthias Köberl berichtet von seinem Einsatz als Mobiler Retter (Foto: Landratsamt Deggendorf)

Landrat Bernd Sibler zieht eine erste positive Bilanz: „Das Projekt hat sich bereits nach kurzer Zeit als wertvolle Ergänzung im Rettungswesen etabliert – gerade bei Herzstillständen, bei denen jede Minute zählt.“

Das vom Landkreis Deggendorf getragene Projekt basiert auf einer speziell entwickelten App, mit der ehrenamtliche qualifizierte Ersthelfer – etwa Pflegekräfte, Notfallsanitäter, Feuerwehrleute oder medizinisch geschulte Bürger – alarmiert werden, wenn in ihrer unmittelbaren Umgebung ein Notruf mit dem Einsatzstichwort „Herzstillstand“ eingeht. Ziel ist es, durch frühzeitige Reanimation lebensrettende Zeit bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes zu überbrücken.

Aktueller Stand im Landkreis Deggendorf (Stand 4. August 2025):

Seit Einführung des Systems wurden bereits rund 225 Mobile Retter geschult. Mit Blick auf die Einwohnerzahl von rund 120.000 im Landkreis liegt die empfohlene Zielgröße bei 240 bis 360 Mobilen Rettern – das Projekt nähert sich diesem Ziel rasch. Bereits für Ende August sind weitere Schulungen angesetzt. „Wir sind mit dem Aufbau auf einem sehr guten Weg – insbesondere, wenn man bedenkt, dass wir noch am Anfang stehen“, berichtet Projektkoordinator Rainer Unrecht vom Landratsamt Deggendorf. Insgesamt kam es seit Projektbeginn zu 26 Alarmierungen, davon konnten bei 22 Einsätzen rechtzeitig Mobile Retter alarmiert werden. In 4 Fällen befand sich demnach kein Mobiler Retter in der Nähe. Dies unterstreicht, wie wichtig eine breite Verfügbarkeit ist – gerade im ländlichen Raum.
„Dort, wo die Rettungsdienste aufgrund größerer Entfernungen mehr Zeit benötigen, kann der Beitrag der Mobilen Retter im Ernstfall entscheidend sein“, so Unrecht weiter. Die bisherigen Einsätze zeigen aber: Das System funktioniert. Bei den 22 Einsätzen konnten bisher insgesamt 35 Mobile Retter aktiviert werden, dabei kamen auch 2 automatisierte externe Defibrillatoren (AED) zum Einsatz. Über 100 öffentlich zugängliche AEDs sind bereits in die App integriert. Diese können von den Rettern auf dem Weg zum Einsatzort mitgenommen werden – sofern sie in der Nähe liegen. Die durchschnittliche Eintreffzeit der Mobilen Retter im Landkreis liegt bei 3 Minuten und 42 Sekunden – in den meisten Fällen sind sie sogar vor dem Rettungsdienst am Einsatzort. Der schnellste dokumentierte Einsatz erfolgte in nur 2 Minuten und 16 Sekunden. Auch wenn nicht alle Einsätze erfolgreich verliefen – in manchen Fällen war eine Reanimation nicht mehr möglich – zeigt sich doch deutlich: Mobile Retter können entscheidende Minuten überbrücken, Angehörige unterstützen und das Überleben im Ernstfall wahrscheinlicher machen.

Erfahrungsbericht eines Mobilen Retters:

Matthias Köberl ist Erster Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Pankofen und seit Projektstart als Mobiler Retter aktiv. Für ihn war es selbstverständlich, sich für das Projekt zu melden: „Als Feuerwehrmann hat man das Helfer-Gen – man will einfach da sein, wenn’s drauf ankommt.“
Mit über 18 Jahren Erfahrung im Einsatzdienst bringt Köberl genau die Qualifikation mit, die das Projekt benötigt. Bei einem seiner Einsätze war er bereits nach 2 Minuten und 22 Sekunden am Einsatzort. Unter Führung des Notarztes übernahm er gemeinsam mit dem Rettungsdienst abwechselnd die Herzdruckmassage, bis der Patient übergeben werden konnte.
„Man kommt als Einzelperson, ohne Ausrüstung – das ist eine besondere Herausforderung. Aber wenn man weiß, was man tut, kann man wirklich etwas bewirken“, beschreibt Köberl seinen Einsatz. Die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst vor Ort lobt er als „reibungslos und sehr professionell“.

Starkes Netzwerk als Schlüssel zum Erfolg:

Die Schulungen der Mobilen Retter werden von einem breiten regionalen Netzwerk getragen: dem Bayerischen Roten Kreuz Kreisverband Deggendorf, den Maltesern Deggendorf, dem Donau-Isar-Klinikum Deggendorf, der Asklepios Klinik Schaufling, der Bergwacht, der Technischen Hochschule Deggendorf sowie den örtlichen Feuerwehren.
Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt unter anderem vom Lions Club Deggendorf und der Sparkasse Deggendorf. Fachlich begleitet wird es durch ein Lenkungsgremium bestehend aus Experten der regionalen Hilfsorganisationen, der Integrierten Leitstelle Straubing sowie dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst des Rettungsdienstbereichs Straubing.

Mitmachen und Leben retten:


Interessierte Bürger mit geeigneter Qualifikation (mindestens betrieblicher Ersthelfer) können sich online informieren und zur nächsten Schulung am 25.08. anmelden:
🌐 www.mobile-retter.org/deg  
📧 Mobile-Retter@Landkreis-Deggendorf.de 

Lebensretter per App – Projekt ‚Mobile Retter‘ startet im Landkreis Deggendorf | Niederbayern TV Deggendorf

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Kategorien: Gesundheitsregion plus, Landkreis, Medieninfo

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