24.09.2024 Der regionale Gesundheitsbericht zeigt: Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen weisen im Vergleich erhöhte Werte im Landkreis Deggendorf auf. Dabei könnten ein gesunder Lebensstil und eine rechtzeitige Früherkennung oftmals Schlimmeres verhindern. Und genau hier setzt die Veranstaltungsreihe "Gesundheit im Dialog" an. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger vor Ort über gesundheitliche Themen zu informieren sowie für eine gesunde Lebensweise und Vorbeugung zu sensibilisieren. Die Vortragsreihe ist eine gemeinsame Aktion von AOK Deggendorf, DONAUISAR Klinikum Deggendorf, Volkshochschule, Kneippverein und Gesundheitsregionplus Landkreis Deggendorf.
Alle Vorträge sind kostenlos – eine Anmeldung ist nicht nötig.
Unser aktuelles Programm:

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Chronische Rückenschmerzen in den Griff bekommen
Referent: Leitender Arzt Dr. med. Thomas Urlbauer
Termin: 06. Februar um 19 Uhr in der AOK Deggendorf (Bahnhofstr. 24, 94469 Deggendorf)
Etwa zwölf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter anhaltenden, chronischen Schmerzen. Von diesen werden jedoch nur rund zehn Prozent einem Spezialisten vorgestellt. Eine unzureichende Therapie von akuten Schmerzen kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Welche Hilfsmöglichkeiten es gibt und wie diese angewendet werden können, thematisiert Dr. Thomas Urlbauer bei seinem Vortrag am Dienstag, 6. Februar, um 19:00 Uhr bei der AOK Deggendorf (Bahnhofstr. 94). Dr. Urlbauer leitet die Schmerztherapie am DONAUISAR Klinikum Landau. Ihn unterstützt an dem Abend Josef Plenk, der Leiter der Physiotherapie in Landau.
Patienten, die von chronischen Schmerzen betroffen sind, berichten nicht nur von Dauerschmerzen z. B. im Rücken, sondern auch zunehmenden körperlichen Einschränkungen im Alltag durch depressive Stimmung, Angst, Schlafstörungen und verminderte Konzentration. Langanhaltende Schmerzen führen häufig auch zu einem enormen Verbrauch an Medikamenten, welcher Magen, Darm und Nieren schädigen kann. Mittels auf die Behandlung von Schmerzen spezialisierter Abteilungen, wie in der Fachklinik in Landau, lassen sich chronische Schmerzen identifizieren und mit individuellen, auf den Patienten abgestimmten Therapien behandeln. Hierzu braucht es Experten unterschiedlicher Berufsgruppen (Schmerztherapeuten, Psychologen, Physiotherapeuten usw.), um einen ganzheitlichen Behandlungserfolg zu erzielen.
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Der Weg zum gesunden Darm - Darmkrebsmonat März 2024 - 19. Aufklärungsaktion: Darmkrebs Vermeiden, Erkennen, Behandeln
Termin: 05. März um 19 Uhr im Rathaus Hengersberg
Referenten: - Christa Katzdobler, Dipl.-Ökotrophologin, AOK Bayern – Direktion Bayerwald
- Vermeiden: Gesunde Ernährung
- Dr. med. Markus Loibl, Facharzt für Allgemeinmedizin, Notfallmedizin, Praxis am Marktplatz, Hengersberg
- Erkennen: Darmkrebsvorsorge beim Hausarzt
- PD Dr. med. Martin Caselitz, Leitender Arzt der Medizinischen Klinik II: Gastroenterologie, DONAUISAR Klinikum Deggendorf
- Früherkennung und Therapie
- Prof. Dr. med. Matthias Behrend, Chefarzt der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, DONAUISAR Klinikum Deggendorf
- Darmkrebs-Operationen mit dem Roboter
- Prof. Dr. med. Markus Radsak, Chefarzt der Medizinischen Klinik VII: Onkologie und Hämatoonkologie, DONAUISAR Klinikum Deggendorf
- Behandeln: Moderne zielgerichtete Therapie
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Darmkrebs verhindern – große Informationsaktion
Darmkrebs ist eine der wenigen Krebsarten, die sich im Vorfeld komplett verhindern lassen. Allein in Deutschland erkranken jährlich mehr als 64.000 Menschen. Den Anfang bilden kleine Schleimhautausstülpungen, die sogenannte Polypen, die bei einer Darmspiegelung gefunden werden können. Leider werden diese Vorsorgemaßnahmen noch nicht ausreichend wahrgenommen. Daher macht die große Aktionsreihe zum Thema heuer in Hengersberg Station. Die große Informationsveranstaltung beginnt am Dienstag, 5. März, um 19 Uhr im Rathaus Hengersberg. An diesem Abend informieren Expertinnen und Experten des Darmzentrums Deggendorf, aus der hausärztlichen Praxis und von der AOK über Darmgesundheit und Krebsvorsorge.
Lebensrettende Informationen im Hengersberger Rathaus
Christa Katzdobler spricht über den Beitrag einer gesunden Ernährung zur Krebsvorsorge, und die Rolle des Hausarztes erläutert Dr. Markus Loibl als niedergelassener Arzt in Hengersberg. Über die Darmspiegelung an sich referiert Privatdozent Dr. Martin Caselitz. Die Fortschritte der Krebsmedizin im Bereich der Medikamente stellt Onkologe Chefarzt Prof. Dr. Markus Radsak vor. Der neue Chefarzt war bis vor Kurzem in der Forschung an der Uniklinik Mainz tätig.
Sein Kollege Chefarzt Prof. Dr. Matthias Behrend stellt den Einsatz von Robotern im OP vor. In bewährter Weise sind auch der Kneipp-Verein, die VHS sowie der Landkreis mit der „Gesundheitsregion plus“ in die gemeinsame Aktion eingebunden. Deswegen hat auch Landrat Bernd Sibler die Schirmherrschaft übernommen. Bürgermeister Christian Mayer spricht ein Grußwort. Die ganze Landkreisbevölkerung ist herzlich eingeladen.
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Hautveränderungen im Gesicht - Harmlos oder gefährlich?
Referent: Chefarzt PD Dr. med. Dr. med. dent. T. Taha Sönmez
Termin: 16. April um 19:00 Uhr im Bürgerspital Plattling
Unser Gesicht spricht faszinierend viele Sprachen durch die Bewegung der Gesichtsmuskeln. Durch unsere Mimik und Gestik werden Signale über unsere Persönlichkeit und emotionale Verfassung vermittelt. Das Gesicht ist das wichtigste Organ für die Kommunikation und Ausstrahlung unserer Gefühle wie Glück, Wut, Neugier, Angst und Liebe. Die Haut des Gesichtes ist die schönste und nützlichste Bekleidung als Wunder der Ästhetik, dabei schützt sie uns rund um die Uhr zuverlässig vor Infektionen, Hitze und Verletzungen.
Der ästhetische Gesichtschirurg PD Dr. Dr. T. Taha Sönmez, Chefarzt der Abteilung für Mund-. Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie des DONAUISAR Klinikums Deggendorf trägt am Dienstag, 16. April, um 19 Uhr im Plattlinger Bürgerspital Ihnen vor, welche Gefahren unsere Gesichtshaut im Rahmen des bösartigen Hautkrebses ausgesetzt ist und wie ein Gesichtschirurg Ihnen dabei helfen kann.
Gerade mit zunehmendem Alter nimmt die Gefahr vom bösartigen Hautkrebs deutlich zu, die zum einen oft gar nicht oder viel zu spät erkannt werden. Jahrelanges, ausgiebiges Bräunen in warmen Sommermonaten oder intensive Sonnenstrahlenexposition im Rahmen der Arbeit im Freien, bzw. in eigenem Hobbygarten kann nach vielen Jahren zu verschiedenen bösartigen Hautkrebsarten im Gesicht oder auf der Kopfhaut führen.
Wo ist die Grenze zwischen den Krebsvorstufen und den gefährlichen Hautkrebsarten? Wie stellen sie eine große Gefahr für den ganzen Körper dar? Hierzu berichtet Chefarzt Sönmez, er wird dabei verständlich erklären, wie ein Mund-Kiefer-Gesichtschirurg den bösartigen Hautkrebs behandelt und welche Kombinationstherapien angeboten werden.
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Diabetes erkennen und umfassend behandeln
Referent: Chefarzt PD Dr. med. Christian Bauer
Termin: 07. Mai um 19:00 Uhr in der AOK Deggendorf (Bahnhofstr. 24, 94469 Deggendorf)
Diabetes, die Zuckerkrankheit, betrifft immer mehr Menschen. Daher spricht Privatdozent Dr. Christian Bauer, frisch gebackener Chefarzt der Medizinischen Klinik II, über diese Erkrankung im Rahmen der Reihe Gesundheit im Dialog am Dienstag, 7. Mai, um 19:00 Uhr in der AOK Deggendorf (Bahnhofstr. 94). Chefarzt Dr. Bauer informiert ausführlich rund um das Thema Diabetestherapie und wie man akute Beschwerden, diabetesbedingte Begleiterkrankungen und Spätfolgen vermeiden kann. Hilfreiche Ratschläge zu Ernährung und zur Steigerung der Bewegung im Alltag werden erläutert. Auch die Folgeerkrankungen nimmt Bauer als Spezialist für die Bauchspeicheldrüse genauer unter die Lupe. Hierzu gehören z. B. Herzkreislaufprobleme, Schädigung der Nieren und Einschränkungen der Sehkraft.
Gut- und bösartige Tumore erkennen und behandeln
Referent: Chefarzt Prof. Dr. Walther Kuhn gibt ausführliche Erklärungen für Frauen
Mit dem Gebiet der Frauenheilkunde hat nahezu jede Frau einmal Kontakt, das liegt neben der Schwangerschaft und Geburt nicht selten auch an Raumforderungen, medizinisch Tumoren. Die gut und bösartigen Erscheinungsweisen und ihre Behandlung stellte Prof. Dr. Walther Kuhn bei einem Vortrag in der Reihe Gesundheit im Dialog in Winzer vor. Die Veranstaltungsreihe wird getragen vom Landkreis Deggendorf, der AOK, dem DONAUISAR Klinikum, dem Kneippverein und der vhs.
Bei seinem Vortrag beschäftigte sich Prof. Kuhn mit der Brust und dem kleinen Becken. Bei den gutartigen Raumforderungen im Bereich der Brust handele es sich oft um Zysten oder Fibroadenome, bei den bösartigen meist um Brustkrebs, der die häufigste Krebserkrankung bei Frauen darstellt, aber auch bei Männern vorkommen könne. Zur Diagnose gehörten die Tastuntersuchung der Brust, der Ultraschall, die Mammographie, ein MRT und schließlich die Gewebeprobe. Hierzu zeigte der Chefarzt auch Bilder, um einen Eindruck zu vermitteln. Da ein frühes Erkennen zu besseren Heilungschancen führe, brach Kuhn auch eine Lanze für die Früherkennung durch die Mammographie. Dadurch würden mehr Erkrankungen erkannt, gleichzeitig sinke die Zahl der Frauen, die aufgrund von Brustkrebs sterben würden. Von 1000 untersuchten Frauen, ergebe sich bei 30 ein auffälliger Befund, von denen wieder bei sechs ein Krebs gefunden werde.
Bei den Tumoren an der Gebärmutter spielen Myome eine besondere Rolle. Wenn sie Beschwerden verursachten, könnten sie auf verschiedene Weise schonend entfernt werden. Die Wahl der Methode erfolge dabei individuell für jede Patientin anhand von verschiedenen Faktoren. Die bösartigen Tumore an der Gebärmutter seien für fünf Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich, die des Eierstocks für rund drei und die am Gebärmutterhals für rund zwei. Auch hier werde die Therapie individuell abgestimmt. Wichtige Elemente seien die Operation, die Chemotherapie, die Bestrahlung, die Behandlung mit Hormonen und zunehmend die Immun-Therapie. Beim Gebärmutterhalskrebs spiele die Impfung eine entscheidende Rolle. Beim Eierstockkrebs würden generelle Vorsorgeuntersuchungen als nicht sinnvoll angesehen, außer bei Frauen die erblich vorbelastet seien.
Aufgrund der komplexen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten plädierte Prof. Dr. Walther Kuhn für die Behandlung in einem zertifizierten Zentrum. Sowohl für Brustkrebs und als auch für Gynäkologische Tumore ist jeweils ein Zentrum seit Jahren am DONAUISAR Klinikum etabliert.
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