27.09.2024 Chefarzt Dr. Peter Kolbinger sprach in der Stadthalle Osterhofen
Dr. Peter Kolbinger hat in der Stadthalle Osterhofen über das Thema „Leben mit Demenz“ gesprochen. Dabei konnte der Chefarzt der Geriatrie am DONAUISAR Klinikum in Landau auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen, da viele seiner Patienten an den verschiedenen Formen der Demenz erkrankt sind. Seinen 70 Zuhörern gab er neben vielen Informationen auch Tipps zur Vorbeugung mit auf den Weg.
Zu dem Vortrag im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche begrüßten Stadtrat Dr. Stefan Platzer als Vertreter der Stadt und Franz Huber als stellvertretender Direktor der AOK-Direktion Bayerwald-Deggendorf. Huber vertrat auch die Mitorganisatoren, zu denen auch das DONAUISAR Klinikum, die Gesundheitsregion, der Kneippverein und die vhs gehören. Beide betonten die große Herausforderung, die die zunehmenden Fallzahlen (zehn Millionen Neuerkrankungen weltweit pro Jahr) darstellen, und wiesen gleichzeitig daraufhin, dass die Einzelschicksale besonders belastend sein könnten, wenn die Betroffenen selbst die nächsten Angehörigen nicht mehr erkennen würden.
Dem nahm Dr. Kolbinger ein wenig die Schärfe, in dem er auf den medizinischen Fortschritt verwies und gleichzeitig die Möglichkeiten der Vorbeugung durch jeden einzelnen herausstellte. Zwar sei ein hohes Lebensalter ein wichtiger Faktor für Demenz, aber nicht jeder Senior sei dement, auch wenn er einmal etwas vergesse. Aber der Übergang sei besonders bei der Alzheimer Demenz schleichend, da die Patienten ihre Ausfälle lange kompensieren und damit verschleiern könnten. Manchmal setze die Demenz aber auch nach einem Schlaganfall akut ein.
Zur Diagnose bewertet die moderne Medizin unter anderem die Lebensgeschichte und führt kognitive Tests sowie Laboruntersuchungen durch. Mit den Medikamenten, die zum Einsatz kommen, könnte der Verlauf der Erkrankung verlangsamt werden. Inzwischen gibt es aber in den USA auch schon Neuentwicklungen, die aber noch nicht ausreichend untersucht sind. Im täglichen Umgang ist es wichtig, auf den Erkrankten einzugehen, und mit ihm einen modus vivendi zu finden, wobei das schlechte Kurzzeitgedächtnis auch hilfreich sein kann.
Bei den Tipps zur Vorbeugung trägt die Vorbeugung vor Demenz auch zur Verhinderung anderer Leiden bei. Wer seine Leistungsfähigkeit erhalten möchte, soll sich moderat bewegen, wenig Alkohol trinken, nicht rauchen, auf eine mediterrane Ernährung achten und seine sozialen Kontakte pflegen. In den mittleren Jahren ist bei Übergewicht auch eine Gewichtsreduktion sehr sinnvoll. Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete Chefarzt Dr. Kolbinger noch einige Fragen der Zuhörer.
Bildunterschrift: Freuten sich über einen interessanten Vortrag zum Thema leben mit Demenz: Stadtrat Dr. Stefan Platz, Rainer Unrecht von der Gesundheitsregion plus, Chefarzt Dr. Peter Kolbinger und Franz Huber von der AOK. (DONAUISAR Klinikum, Jürgen Stern)
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