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Multiplikatorenschulung "Mobile Retter" im Landkreis Deggendorf

27.01.2025 Knapp 20 engagierte Teilnehmer aus verschiedenen Einrichtungen, darunter das DONAUISAR Klinikum Deggendorf, das Bezirksklinikum Mainkofen, die Asklepios Klinik Schaufling, die Malteser Deggendorf, das BRK Deggendorf und die Bergwacht, kamen in der BRK-Geschäftsstelle Deggendorf zur Multiplikatorenschulung des Projekts „Mobile Retter“ zusammen. Ziel dieser Schulung war es, qualifizierte Ersthelfer darauf vorzubereiten, künftig Interessierte in ihren Organisationen auszubilden und das Netzwerk der Mobilen Retter im Landkreis Deggendorf weiter auszubauen.

Multiplikatorenschulung

Schnelle Hilfe im Ernstfall

Das Prinzip der Mobilen Retter ist einfach und effizient: Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand setzt die integrierte Leitstelle nach einem Notruf unter 112 eine automatische Alarmierung über eine spezielle App ab. Registrierte Ersthelfer, die sich in unmittelbarer Nähe befinden – in der Regel innerhalb von vier Minuten Entfernung – erhalten die Einsatzmeldung und können bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes lebensrettende Maßnahmen wie Herzdruckmassage oder den Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) durchführen.

Das Projekt wurde vom Landkreis Deggendorf initiiert, der zugleich als Träger fungiert. Landrat Bernd Sibler unterstrich dabei die Bedeutung des Projekts: „Jede Minute zählt, wenn es um einen Herzstillstand geht. Die Mobilen Retter sind eine wertvolle Ergänzung zum Rettungsdienst und können im Ernstfall Leben retten. Es freut mich, dass wir mit dieser Multiplikatorenschulung einen wichtigen Schritt zur erfolgreichen Umsetzung dieses Projekts in unserem Landkreis machen.“

Theorie und Praxis für zukünftige Multiplikatoren

Den ersten Teil der Schulung übernahm Verena Bittner vom Verein Mobile Retter e.V. Sie führte die Teilnehmer online durch eine Trainingspräsentation, die künftig für Schulungen genutzt wird, und erläuterte rechtliche Aspekte des Projekts. Markus Woisetschläger von den Maltesern Deggendorf referierte zudem über psychosoziale Nachversorgung, ein wichtiges Thema für Ersthelfer, die mit belastenden Notfallsituationen konfrontiert werden können. Im anschließenden Praxisteil vermittelte Kai Schwab vom BRK Deggendorf eine Auffrischung der Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Teilnehmer konnten an Übungspuppen die korrekte Herzdruckmassage und weitere Reanimationsmaßnahmen trainieren.

Nächste Schritte und geplanter Start im Mai

Zum Abschluss der Schulung stellte Rainer Unrecht, Projektkoordinator Mobile Retter vom Landratsamt Deggendorf, die organisatorischen Abläufe und das weitere Vorgehen vor. Die Multiplikatoren werden nun in ihren jeweiligen Einrichtungen weitere interessierte Ersthelfer schulen. Anfangs erfolgt die Verbreitung des Projekts über eine Art Schneeballsystem innerhalb der beteiligten Organisationen.

Ein öffentlicher Alarmierungsstart ist für Mai 2025 geplant. Ab diesem Zeitpunkt können sich alle qualifizierten Ersthelfer – wie Pflegekräfte, Ärzte, Rettungssanitäter oder Rettungsschwimmer – über die Mobile Retter-App registrieren. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine entsprechende Ausbildung (mindestens betrieblicher Ersthelfer), ein Mindestalter von 18 Jahren sowie die erfolgreiche Absolvierung eines Mobile Retter-Trainings. Noch ist die App nicht freigeschaltet, sodass aktuell keine Anmeldung möglich ist.

Finanziert wird das Projekt über den Landkreis Deggendorf sowie durch regionale Sponsoren: die Sparkasse Deggendorf, das Lions-Hilfswerk Deggendorf e.V., den BRK Kreisverband Deggendorf und das DONAUISAR Klinikum Deggendorf.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es beim Landratsamt Deggendorf unter Mobile-Retter@Landkreis-Deggendorf.de oder unter 0991 3100 175.

Kategorien: Medieninfo, Gesundheitsregion plus

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