Winterlandschaft Sonnenwald
Winter auf der Rusel
Offenberg Umgebung Winter (2).JPG
20150106_230904.jpg
Deggendorf Donau Winter (07).JPG

Pflegesymposium im Landratsamt Deggendorf: Austausch und Zukunftsperspektiven für die regionale Pflege

28.11.2025 Im Landratsamt Deggendorf fand zum dritten Mal das Pflegesymposium statt. Rund 30 Vertreter aus der Pflegebranche – darunter ambulante Pflegedienste, Altenheime, Kliniken und Pflegeberatungsstellen – kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und die Zusammenarbeit im Landkreis weiter zu stärken. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gesundheitsregionplus Landkreis Deggendorf in Kooperation mit dem Sozialamt Deggendorf.

Pflegesymposium 2025.jpg

Landrat Bernd Sibler eröffnete das Symposium und betonte die Bedeutung eines engen Austauschs aller an der Pflege Beteiligten. Anschließend informierte Alexandra Reischl über aktuelle Entwicklungen im Sozialamt in der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen (FQA). Die Heimaufsicht ist sowohl beratend als auch kontrollierend im Landkreis Deggendorf tätig. Reischl stellte dar, welche Einrichtungen im Landkreis durch die FQA betreut werden. Dazu gehören vierzehn Alten- und Pflegeheime, sechs Behindertenwohnheime, zwei besondere Einrichtungen sowie vier ambulant betreute Wohngruppen. Reischl erläuterte dabei die Bandbreite der Aufgaben – von regelmäßigen Begehungen über die Prüfung von Beschwerden bis hin zu ordnungsrechtlichen Maßnahmen im Bedarfsfall. Darüber hinaus ging sie auf die Seniorenarbeit im Landkreis ein, die durch einen hauptamtlichen Seniorenbeauftragten sowie ehrenamtliche Seniorenbeauftragte in jeder Gemeinde getragen wird. Einmal jährlich findet ein gemeinsamer Austausch statt. Die Seniorenarbeit bildet zudem die Grundlage für das Seniorenpolitische Gesamtkonzept, in dem auch die Pflege- und Pflegebedarfsplanung verankert ist. Reischl stellte zudem die Ergebnisse der Bürgerbefragung im Rahmen der Pflegebedarfsplanung vor, an der 1.600 Senioren teilnahmen. Die Befragung zeigte auf, wie die familiäre Unterstützung in der Pflege im Landkreis gelebt wird: Ein Großteil der älteren Menschen wird bereits im Alltag durch ihre Kinder unterstützt oder könnte im Bedarfsfall auf Hilfe zurückgreifen, wobei Betreuung, Pflege und hauswirtschaftliche Versorgung eine zentrale Rolle spielen.

Im Anschluss gab Bernhard Krautz von der Vereinigung der Pflegenden in Bayern einen Überblick über die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Entwicklungen in den Berufs- und Weiterbildungsordnungen. Er stellte dar, wie die berufliche Selbstverwaltung der Pflegeorganisationen im Gesundheitswesen verankert ist und welchen Einfluss sie auf politische Entscheidungen und die Weiterentwicklung der Pflege hat. Besonders hervor hob er das Ziel, ein umfassendes Pflegekräfte-Register aufzubauen, in dem alle Pflegekräfte erfasst werden sollen. Damit sollen Spezialisierungen sichtbar gemacht, die Zusammenarbeit verbessert und eine bessere Steuerung des Versorgungssystems ermöglicht werden.

Zum Abschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und zur Vernetzung. Dabei wurde erneut deutlich, wie wichtig gemeinsame Strukturen, transparente Informationen und abgestimmte Konzepte für eine zukunftsfähige Pflege im Landkreis sind. Das Pflegesymposium hat sich als wertvolle Plattform etabliert, um Pflegeakteure aus dem gesamten Landkreis Deggendorf zusammenzubringen und Impulse für die Weiterentwicklung der regionalen Versorgungsstrukturen zu setzen.

Kategorien: Gesundheitsregion plus

Seitenanfang

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.


Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Diese Seite verwendet Personalisierungs-Cookies. Um diese Seite betreten zu können, müssen Sie die Checkbox bei "Personalisierung" aktivieren.