Hoch zum Einödriegel
Achtung: nur möglich, wenn keine Langlaufloipen und Pisten gespurt sind!
Ausgangspunkt Gotteszell: Mit der Waldbahn zum Gotteszell Bahnhof. Es warten gute 17 Kilometer Wanderglück mit 570 Höhenmetern.
Wir folgen der Bahnhofsstraße Richtung Gotteszell, biegen nach links ab und queren die Gleise. Nun sind die ersten Wanderwegmarkierungen sichtbar. Für viereinhalb Kilometer folgen wir dem grünen Dreieck Richtung Oberbreitenau. Durch Köckersried und dann „Am Bergfeld“ hinauf verlassen wir die Ortschaft. Im Wald angekommen folgen wir einem schönen Trampelpfad. Der Bergflanke entlang arbeiten wir uns nach oben, bis wir auf einen Forstweg treffen. Hier ist Vorsicht geboten, denn der Weg geht geradeaus weiter und ist nur mit einem Holzschild Richtung Geißkopf markiert. Diese Kreuzung können wir uns für später merken, denn beim Abstieg folgen wir dem Forstweg nach unten. Vorerst heißt es aber hoch hinauf auf den Einödriegel! An der nächsten Gabelung mit einer Bank geht es nach links, der Nr. 14 Richtung Geißkopf folgend.
Auf der Kuppe angekommen folgen wir dem Weg nach rechts bis zur ersten Skipiste. Dieser Piste folgen wir auf der rechten Seite steil nach oben. Nach einem kurzen Waldstück können wir den Schlepplift sehen. Rechts vom Lifthaus führt ein Trampelpfad zum Gipfel des Einödriegels. Nun sind die meisten Höhenmeter geschafft und es geht gut ausgeschildert durch den Zauberwald zur Oberbreitenau und dem Landshuter Haus (Nr. 4). Von dort führt das grüne Dreieck zurück bis zur Weggabelung und hinab zu der vorhin erwähnten Kreuzung. Im Anschluss verlassen wir das grüne Dreieck und folgen der spärlich ausgeschilderten Nr. 14 hinab nach Unterried. Aber gut aufpassen, denn die 14 biegt zirka 200 Meter bevor der Forstweg aus dem Wald führt nach „hinten links“ ab. Wer eine alte Schranke passiert, hat die Abzweigung bereits verpasst. Bekanntlich führen aber alle Wege nach Unterried und es muss nicht zwingend umgekehrt werden. Von Unterried geht es über die Nr. 11 nach Köckersried und von dort, dem schon bekannten Weg folgend, zurück zum Bahnhof.
Bilder: Naturpark Bayer. Wald, Text: Lea Stier
Naturpark Bayer. Wald e.V.
Auf Schneeschuhen um den Steinberg
Schöfweg. Der Schnee knirscht unter unseren Füßen, die Kristalle funkeln uns im Sonnenlicht entgegen und die kalte Luft sorgt für rot gefärbte Backen. In den letzten Wochen hat doch noch ein schneereicher Winter im Bayerischen Wald Einzug gehalten. Um keinen dieser wunderbaren Wintertage zu verpassen, heißt es nun also, „Schneeschuhe an und los geht’s!“
Vom Wanderparkplatz in Langfurth (Bushaltestelle: Langfurth Landkreisgrenze) begeben wir uns auf die kleine Steinbergrunde. Der Nr. 15 folgend wird der Steinberg auf zirka vier Kilometern umrundet. Gestartet wird ein kurzes Stück auf der Teerstraße, bis ein Trampelpfad vor der ersten Kehre nach rechts unten in den Wald abbiegt. Durch den Wald, an einer kleinen Wiese vorbei und wieder in den Wald führt uns der Weg an der Nordseite des Steinbergs vorbei. Dabei fesseln einen die Ausblicke in den Lallinger Winkel. Im mucksmäuschenstillen Winterwald ist nur vereinzelt ein rascheln und scharren oder ab und an ein Vogelruf zu hören.
Anschließend mündet der Wanderweg auf eine schneebedeckte Hochfläche von der aus man hinauf zum Gipfel des Brotjacklriegels blicken kann. An der Gabelung führt die kleine Steinbergrunde nach links zurück Richtung Langfurth, während besonders Motivierte hier nach rechts oben weiter der Nr. 15 folgend sich alternativ auch auf die große Steinbergrunde begeben können.
Neben den Fernblicken empfehlen wir auch, dass Augenmerk einmal auf die kleinen Eiskristalle zu werfen. Genauso wie beim menschlichen Fingerabdruck oder zum Beispiel dem Fellmuster bei Luchsen findet man auch unter den Eiskristallen keine zwei identischen! Wahnsinn, vor allem wenn man sich überlegt wie viele Kristalle aktuell um uns herum sind.
Naturpark Bayer. Wald e.V.
Ausblicke übers Graflinger Tal
Arzting. Der Naturpark-Wandertipp dieser Woche beginnt in Arzting im Landkreis Deggendorf. Um die neun Kilometer lange Runde mit 360 Höhenmetern gemütlich zu wandern, sollte man sich dreieinhalb Stunden Zeit nehmen. Normalerweise ist der Ort sehr gut mit dem Zug erreichbar, im April fährt jedoch der Schienenersatzvekehr.
Von der SEV-Bushaltestelle an der B11 folgen wir der Schützenstraße/Goldäcker. Beim Bezwingen einiger Höhenmeter entdeckt man Teppiche von Buschwindröschen und kann die Ausblicke aufs Graflinger Tal an einer Bank genießen. Weiter geht es dann auf der geteerten Straße bis zum Schild 2a Ulrichsberg, hier wandern wir durch den Wald hindurch zu einer Siedlung. Im Anschluss wandern wir über die Straße durch Oberpechhausen und können dabei fantastische Ausblicke auf den Ulrichsberg und die Weite der Donauebene genießen. Danach nehmen wir den Wanderweg 3 mit steilem Anstieg, vorbei an einem Totholzbaum mit Zunderschwamm.
Am Hochoberndorfer Berg angekommen, fällt gleich der Fernmeldeturm ins Auge. Wir folgen der kaum befahrenen Straße durch die gleichnamige Ortschaft bis nach Rohrmünz, wo wir innerorts den nach rechts abbiegenden Wanderweg 3 nehmen. Nach und nach geht es wieder bergab, auf den Rohrmünzer Weg. Am Wasserlauf daneben lassen sich sogar noch die letzten Eiskristalle sichten. Auch einen kleinen Wasserfall kann man bestaunen. Wir genießen die letzten Ausblicke auf das Graflinger Tal, bis wir die Bahnunterführung passieren und Dorf einwärts laufen, wo wir an der B11 wieder auf unseren Ausgangspunkt treffen.
Bild: Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Naturpark Bayer. Wald e.V.
Kleiner und Großer Büchelstein
Wandertipp zum Vorderen Bayerischen Wald.
Traumhafte Ausblicke warten bei Sonnenschein und Minusgraden.
Die Wanderung ist fünfeinhalb Kilometer lang, reine Gehzeit ca. 1,5 Stunden (Brotzeit mitnehmen, da keine Einkehrmöglichkeit).
Startpunkt sind die Parkplätze an der Straße bei Oberaign, oberhalb der Ortschaft Kerschbaum. Die Rundwanderung auf den Großen und Kleinen Büchelstein mit der Wanderwegsmarkierung 54 kann man theoretisch in beide Richtungen gehen, leichter ist es aber, die von uns vorgeschlagene Richtung zu nehmen, da man so die kleinen steilen Waldwege bergauf geht und eine bessere Trittsicherheit hat. Aus diesem Grund wandern wir von Oberaign zuerst die Straße zurück nach Kerschbaum. Dort angekommen zweigt die Nummer 54 nach rechts in einen Forstweg ab und es geht etwa einen Kilometer bequem bergab bis zur Ortschaft Büchelstein. Nun nehmen wir wieder die Abzweigung nach rechts und befinden uns bald auf einem Waldweg, der uns stetig bergan zum Kleinen Büchelstein bringt. Hier im sonnigen Buchenwald wimmelt es vor Vögeln und neben Kohlmeisen kann man mit etwas Glück auch eine Sumpfmeise erspähen. Diese bevorzugen Laubwälder mit viel Totholz, sind ganzjährig als Standvögel im Bayerischen Wald und im Winter auch mal am Futterhäuschen zu beobachten.
Oben angekommen geht es auf einem kurzen Stichweg zum Kleinen Büchelstein. Hier hat man eine tolle Aussicht und eine Sitzgruppe für ein Picknick. Zurück auf dem Rundweg 54 wandern wir nun das letzte Stück bergauf auf kleinen Waldwegen bis zum Großen Büchelstein. Hier erwartet uns erneut ein Weitblick und die Sage vom Burgfräulein am Büchelstein. Im Anschluss bringt uns der Wanderweg 54 die letzten Meter zurück nach Oberaign, zum Ausgangspunkt. (Text: Kronschnabl)
Sowohl vom Kleinen als auch Großen Büchelstein hat man eine phänomenale Aussicht.
Bild: Naturpark Bayerischer Wald (C. Kronschnabl)
Naturpark Bayer. Wald e.V.
Besuch bei den Auerochsen in Auerbach
Auerbach. Diese Woche führt der Naturpark-Wandertipp der Woche zu Auli Auerochse, unserem Maskottchen des Auerbacher Naturlehrpfads. Der Pfad ist auch im Winter vor allem für Familien ein toller Tipp für einen Spaziergang am Wochenende. Auf der etwa vier Kilometer langen Wanderung mit 150 Höhenmetern lernt man nämlich ganz nebenbei so einiges über die Natur rund um Auerbach.
Wir starten am kostenlosen Parkplatz in der Berginger Straße und sind mit wenigen Schritten gleich beim Teich, an dem die erste Lehrpfadtafel auf uns wartet. Weiter geht es dann in Richtung Kneippbecken, die Markierungen „Naturlehrpfad“ weisen bei jeder Abzweigung den richtigen Weg. Dort sehen wir in der Ferne schon die Auerochsen stehen und erhalten wiederum interessante Infos, wie Auerochsen artenreiche Feuchtwiesen, die oft schwer zu bewirtschaften sind, erhalten und verbessern können. Im Anschluss gehen wir ein paar Meter zurück und nehmen die Brücke über die Hengersberger Ohe zum Kneippbecken und Spielbereich. Hier warten jede Menge spannende Tafeln und Wissenswertes zu Biber, Vögeln und Wildbienen.
Nun folgt der anstrengende Teil des Wandertipps, denn der Naturlehrpfad führt ein kurzes Stück steil in den Wald hinauf. Der Anstieg ist aber schnell gemeistert und wir werden mit tollen Blicken auf die Ohe und einen idyllischen Mischwald belohnt. Im sonnigen Hang sollte man kurz innehalten, denn mit etwas Glück kann man hier im Winter verschiedenste Vogelarten beobachten, die nun in den kahlen Laubbäumen gut sichtbar sind. Tannenmeise, Blaumeise, Kohlmeise und Sumpfmeise sind zu sehen, am besten natürlich mit einem Fernglas. Wer besonders viel Glück hat, entdeckt hier auch Schwanzmeisen. Die kleinen weiß, schwarz und beigerosa gefärbten Vögel mit dem langen Schwanz sind gern als Gruppe unterwegs und oft schon zu hören, bevor sie zu sehen sind.
Eine ganze Weile führt der Wanderweg nun durch den Wald. Hier im Mischwald wachsen ganz schön viele Baumarten, auch die nicht heimische aber aus forstwirtschaftlicher Sicht interessante Douglasie. Wenn man nicht sicher ist, ob man eine Douglasie vor sich hat, zerreibt man einfach die Nadeln in der Hand. Ein starkes Orangenaroma deutet dabei auf eine Douglasie hin. Zum Schluss der Wanderung kommen wir noch an einer schönen Streuobstwiese vorbei und werden mit einem Ausblick über Auerbach belohnt, bevor es über den Berginger Schachten und die Berginger Straße zurück zum Parkplatz geht.
Bilder: Naturpark Bayerischer Wald e.V.,
Text: Carina Kronschnabl
Naturpark Bayer. Wald e.V.
Zwischen Wallfahrtsort und Auerhühnern
Diese Woche startet unser Naturpark Wandertipp in Bischofsmais, genauer gesagt am Wallfahrtsort Sankt Hermann. Unser Weg führt uns über 9 km und 350 Höhenmetern zum Landshuter Haus auf der Oberbreitenau und über Hermannsried wieder zurück zum Ausgangspunkt. Für die Strecke brauchen wir ca. 3 Stunden, eine gute Kondition und Trittsicherheit, da es an einigen Stellen doch steiler wird und aktuell in den höheren Lagen noch einige Stellen des Weges mit Eis bedeckt sind.
Schon am Startpunkt fällt uns ein riesiges Banner auf. Dieses soll uns darauf hinweisen, dass in den höheren Lagen Auerhühner vorkommen. Für Diese ist es sehr wichtig, dass sie im Winter ungestört bleiben, um die kalte Jahreszeit zu überleben. Werden die Auerhühner im Winter durch Wanderer aufgeschreckt, kann es bei Häufung der Störungen zum Erschöpfungstod der seltenen Tiere führen. Deshalb ist es wichtig, bei den Wanderungen die markierten Wege zu nutzen.
Von der Kirche aus folgen wir für den Anfang dem Wanderweg mit der Nummer 13. Nach ca. 1 km wenden wir uns nach links, wo uns ein steilerer Abschnitt, mit der Nummer 12 markiert, weiter den Berg hinaufbringt. Diesem Pfad folgen wir durch den Wald und an einer Freifläche vorbei. Danach treffen wir wieder auf eine Forststraße und orientieren uns nach links und der Nummer 11. Jetzt müssen wir aufpassen sonst laufen wir an der etwas versteckten Degenhardt Kapelle vorbei. Diese steht etwas abseits des Weges, aber der kleine Abstecher lohnt sich.
Nach einem weiteren Kilometer folgen wir rechts der Nummer 10 Richtung Landshuter Haus/Oberbreitenau. Auf diesem Wegabschnitt ist nun eine gute Trittsicherheit gefordert, da hier noch einige Teile des Weges mit Eis überzogen sind und man sich teilweise seinen eigenen Weg suchen muss. Oben am Landshuter Haus angekommen ist nun Zeit, eine kleine Pause zu machen und bei schönem Wetter die fabelhafte Aussicht zu genießen.
Für den Rückweg folgen wir auch wieder der Nummer 10 bis nach Hermannsried und von dort der Beschilderung Böhmweg zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Bilder: Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Naturpark Bayer. Wald e.V.
Rund um den Dattinger Berg
Diese Woche führt uns der Wandertipp in den Bereich der Rusel. Hier umrunden wir mit einer leichten Wanderung den Dattinger Berg. Für die 5,5 km und die 80 Höhenmeter benötigen wir ca. 1,5 Stunden. Der Weg eignet sich perfekt als Sonntagnachmittagsspaziergang, um noch einmal frische Luft zu schnappen und ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen.
Unsere Wanderung starten wir an dem Wanderparkplatz in der Nähe des „Steinriegels“. Hierfür müssen wir, von Regen aus kommend, vor der Abzweigung nach Schaufling links abbiegen und der Straße bis zum Waldrand folgen. Von unserem Parkplatz aus folgen wir anfangs der Nummer 14 und danach der 5a mit dem Wegweiser Richtung Dattinger Berg, wobei wir, sobald wir die Möglichkeit haben, der normalen 5 folgen. Auf der 5 umrunden wir einmal den Gipfel des Dattinger Berges und kommen wieder auf unseren Anfangsweg zurück zum Parkplatz. Solange die Buchen noch keine Blätter ausgetrieben haben, können wir durch die Baumwipfel hindurch noch einen guten Blick auf die Bergkette des Bayerischen Waldes erhaschen.
In der Nähe unseres Ausgangspunktes gehen wir an einem Teil des Naturwaldreservates „Rusler Wald“ entlang, dem „Steinriegel“. Eine Besonderheit dieses Waldes sind die vielen Buchen mit ihren Zunderschwämmen oder auch die zahlreichen großen Tannen. Auch abseits des Naturwaldes sind die weitverbreiteten Tannen und deren Verjüngung im Bereich des Dattinger Berges sehr beeindruckend.
Die Naturwälder Bayerns sind eine Möglichkeit die wilde Waldnatur, mit sehr geringem bis gar keinem Einfluss des Menschen, noch hautnah zu erleben. In diesen artenreichen Wäldern finden wir sowohl stehendes als auch liegendes Totholz und Bäume mit vielen Baumhöhlen, welche einen Lebensraum für viele bedrohte Tierarten bieten und für diese überlebenswichtig sind.
Bilder: Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Naturpark Bayer. Wald e.V.
In das Deggendorfer Himmelreich
Unser Naturpark Wandertipp der Woche führt uns ins stadtnahe Naturschutzgebiet „Deggendorfer Himmelreich“. Das 104 Hektar große Naturschutzgebiet liegt am westlichen Stadtrand Deggendorfs und ist das erste der Region, das speziell zum Schutz einer artenreichen Pilzflora eingerichtet wurde. Über 630 Pilzarten sind hier nachgewiesen, darunter 39 bedrohte Arten, die hauptsächlich auf nährstoffarmen Schafweiden wachsen. Neben Pilzen dient das Himmelreich auch als Rückzugsort für viele seltene Tier- und Pflanzenarten.
Unsere Wanderung beginnt am Parkplatz des Naturschutzgebiets „Himmelreich“ in Deggendorf-Hirzau. Eine Infotafel am Startpunkt gibt uns erste Einblicke in die Besonderheiten dieser Naturlandschaft. Schon nach wenigen Schritten begegnen wir den Markierungen des Pilgerwegs „Via Nova“, die uns auf weiten Teilen der Strecke begleiten werden.
Auf dem Weg kommen wir an weitläufigen Wiesen mit vereinzelten, knorrigen Bäumen vorbei. Bald erreichen wir ein kleines Waldstück, wo alte, riesige Buchen uns ein Stück begleiten. Weiter führt der Weg zu einer Streuobstwiese mit einer Mischung aus alten und jungen Obstbäumen. Wir halten anschließend auf dem Feldweg die Augen offen und lauschen, denn zahlreiche Tierarten haben sich am Wegesrand niedergelassen. In einem Vogelhaus können wir sogar ein Hornissennest entdecken.
Am Waldrand führt uns der Pfad weiter bergauf entlang der Grenze des Schutzgebiets. Im naturbelassenen Mischwald erleben wir eine besonders ruhige, wilde Atmosphäre, bevor wir schließlich wieder ins Freie kommen und auf eine kleine Siedlung zusteuern. Hier folgen wir der Teerstraße kurz linkerhand, an der wir eine dichte Hecke entlang laufen, in der verschiedene Vogelarten lautstark zu hören sind.
Am markanten Solitärbaum biegen wir links ab, folgen der Markierung Nummer 9 und wandern durch ein Biberrevier. Hier, in der Nähe einer jungen Streuobstwiese, treffen wir wieder auf unseren ursprünglichen Weg, der uns zurück zum Ausgangspunkt führt.
Bild: Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Naturpark Bayer. Wald e.V.
Zum Heckenlehrpfad in Allhartsmais
Heute führt uns der Naturpark-Wandertipp nach Schöfweg zum Heckenlehrpfad in Allhartsmais. Der Startpunkt des zweieinhalb Kilometer langen Spaziergangs beginnt am Dorfanger in Allhartsmais, wo es Parkmöglichkeiten gibt. Vom Dorfanger aus folgen wir der Beschilderung in nordwestliche Richtung. Der Pfad führt entlang schmaler Wiesenabschnitte mit Hecken, durch lichte Waldstücke und über sanfte Anstiege. Unterwegs begegnen uns sechs informative Schautafeln, die Einblicke in die Bedeutung, Vielfalt und Gefährdung von Hecken geben.
Wie wichtig Heckenstrukturen in unserer Kulturlandschaft sind, merkt man auf dem Heckenlehrpfad sofort. Überall zwitschert und trällert es, der Frühling ist in vollem Gange. Kohlmeise, Blaumeise, Goldammer, Grünspecht, Buntspecht, Misteldrossel, Singdrossel, Buchfink, Amsel und Zaunkönig sind aktuell entlang des Weges zu beobachten und vor allem zu hören. Wer wissen möchte, welche Vögel in den Hecken um Allhartsmais unterwegs sind, sollte eine Vogelstimmen-App mitbringen. Hier eignet sich beispielsweise die App Merlin. Damit bekommt man auch ohne Vorwissen einfach und kostenlos einen Einstieg in die heimische Vogelwelt.
Hecken bieten vielen heimischen Vögeln Brutplätze, Nahrungsquellen und Schutz vor Fressfeinden. In Agrarlandschaften und großen Grünflächenkomplexen sind Hecken wichtige „grüne Korridore“, über die Vögel (und viele andere Tiere) gefahrlos wandern oder fliegen können. Aus diesem Grund sollte man auch nie ganze Heckenstrukturen auf Stock setzen, stattdessen ist eine Pflege in kleineren Abschnitten schonender für Tier- und Pflanzenwelt.
Zum Ende des Spaziergangs begegnet uns als weiteres Highlight ein kleiner Aussichtsturm, der früher als Glockenturm diente. Von hier aus hat man einen beeindruckenden Blick auf den 1.011 Meter hohen Brotjacklriegel und die umliegende Landschaft.
Bild 1: Vom Heckenlehrpfad hat man einen tollen Blick auf den Brotjacklriegel. Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Bild 2: Hecken sind überlebenswichtig für die heimische Vogelwelt. Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Für Rückfragen steht Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung, Carina Kronschnabl (09922 802480)
Naturpark Bayer. Wald e.V.
Eintauchen in das hellgrüne Blättermeer über den Dächern Deggendorfs
Unser Naturpark Wandertipp der Woche beginnt heute zwischen der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und dem städtischen Friedhof Deggendorf. Unser Weg führt uns über 3 km und 100 Höhenmeter ca. 1 Stunde lang durch einen frisch erwachten hellgrünen Frühlingswald.
Während unseres Weges folgen wir immer den Schildern zum Lehrpfad rund um den Geiersberg. Während es am Anfang unserer Tour so scheint, als ob das monotone Brummen der Autos in der Stadt alle anderen Geräusche übertönen würde, merken wir mit jedem Schritt weiter in den Wald hinein, dass die Motoren leiser werden und das Zwitschern der Vögel immer lauter und allumfassender wird. Nach einiger Zeit sind wir komplett vom Orchester aus Vogelgezwitscher, summenden Insekten und aus dem Rascheln der kleinen Tiere im Laub umhüllt, sodass die zuvor so ohrenbetäubenden Motoren nur noch ein dumpfes Rauschen in der Ferne sind.
Ungefähr nach einem Drittel des Weges sehen wir auch schon den Turm der Wallfahrtskirche „zur Schmerzhaften Muttergottes“. Das Gelände der Kirche lassen wir aber fürs Erste links liegen, überqueren die Straße und folgen dem mit frischen, hellgrünen Blättern überdachten Weg. Vor allem hier lohnt sich ein senkrechter Blick in die hell leuchtenden Baumwipfel.
Während des Spaziergangs kommen wir immer wieder an verschiedenen Informationstafeln vorbei, die uns mehr über die Geschichte, die Ökologie und noch vieles mehr über den Geiersberg erzählen.
Bei unserem Rückweg kommen wir wieder an der Wallfahrtskirche vorbei. Diese ist zwar leider im Moment aus Sicherheitsgründen geschlossen, jedoch gibt es auf dem Gelände eine Kneippanlage. Besonders an sonnigen und heißen Tagen spendet das kühle Wasser eine wohlverdiente Abkühlung.
Nach einer kurzen Erfrischung machen wir uns auf dem Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt und kehren von der beruhigenden Geräuschkulisse der Natur in die geschäftige Stadt zurück
Bild 1: Vor allem im Wald lohnt sich mal ein Blick nach oben in die Baumwipfel. Im Frühling erstrahlt das Blätterdach in hellstem Grün und kündigt den bevorstehenden Sommer an.
Bildautor: Emanuel Hackl, Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Für Rückfragen steht Ihnen
als Ansprechpartner zur Verfügung
Hartwig Löfflmann
Naturpark Bayer. Wald e.V.
Weitblick am Hirschenstein
Über die Donauebene bis zum Alpenrand
Diese Woche führt der Wandertipp in die Gemeinden St. Englmar und Achslach. Die 8,5 Kilometer lange Runde folgt der roten 8, ab dem Parkplatz der Kirche St. Wolfgang in Rettenbach. Mit 386 Höhenmeter Anstieg sollte eine gute Grundkondition mitgebracht werden.
Direkt am Parkplatz quert der Weg das Haus Nummer 23, führt an einem Wildgehege vorbei, stetig bergauf, gesäumt vom Grün des Waldes und begleitet vom Plätschern des Breithausbaches. Vorboten des Herbstes färben bereits so manche Blätter gelb, welche wie goldene Tüpfel hi und da den Weg und das Blätterdach zieren. Nach einiger Gehzeit kommen wir an eine Forststraße, die an eine größere Kreuzung führt. Hier können wir noch kurz einen Abstecher in Richtung Forsthaus Ödwies machen. Nach dortiger Rast gehen wir die Forststraße zurück und bewandern den Goldsteig in Richtung Hirschenstein.
Nach einem kurzen Aufstieg durch einen schönen Mischwald lichten sich die Bäume und geben den Blick auf den gemauerten Aussichtsturm Hirschenstein frei. Seit 1921 thront der Turm auf 1095 Meter und bietet atemberaubende Fernblicke nach Südwesten über die Donauebene bis zum Alpenrand und nach Osten in die Bayerwaldberge. Viele Liebesschlösser am Geländer zeigen von der Romantik des Ortes.
Wildromantisch führt uns auch unsere Wanderung weiterhin auf der roten 8 unterhalb des Aussichtsturmes in Richtung Schuhfleck weiter. Steiniges Terrain erfordert hier gute Trittsicherheit. Kurz folgen wir der roten 2 in Richtung Grandsberg und Schuhfleck. Hier erreichen wir wieder eine größere Kreuzung, gehen zum Infoschild des Mühlgrabens und folgen rechts der roten 8 in Richtung Loderwinkel. Einige Zeit folgen wir der Forststraße bis wir wieder linkerhand in den Wald abbiegen müssen. Der gemütliche Waldpfad führt uns zu einer malerischen Wiese im Loderwinkel und schließlich zurück nach Rettenbach und zum Parkplatz.
Foto1: Bei gutem Wetter reicht die Fernsicht bis in die Alpen (Foto: S. Biebl)
Foto 2: Goldene Sprenkel am Weg, Vorboten des Herbstes (Foto: S. Biebl)
Naturpark Bayer. Wald e.V.
Schneeschuhwanderung auf den Brotjacklriegel
Schöfweg/Grattersdorf. Eine stimmungsvolle Wintertour durch die verschneite Landschaft rund um den Brotjacklriegel empfiehlt der aktuelle Naturpark-Wandertipp. Die rund fünf Kilometer lange Strecke startet am Wanderparkplatz Langfurth und ist in etwa zwei Stunden gut zu bewältigen. Zwar kann die Tour grundsätzlich auch als Winterwanderung ohne Schneeschuhe unternommen werden, doch da die Wege derzeit nur teilweise ausgetreten sind, bieten sich Schneeschuhe besonders an.
Vom Wanderparkplatz aus führt der Weg zunächst am Rand der Skipiste auf dem Wanderweg 18 bergauf. Da am Wochenende Skibetrieb herrscht, sollte man zu dieser Zeit mit besonderer Vorsicht am Waldrand aufsteigen oder den Wanderweg 17 nach Neufang nehmen und von dort aus rüber zum Wanderweg 18 kreuzen.
Neufang bietet bei guter Witterung beeindruckende Ausblicke bis hin zu den Alpen. Bei schlechterem Wetter lohnt sich ein Blick auf den Boden: Zahlreiche Tierspuren zeugen davon, dass nicht alle Tiere Winterschlaf oder Winterruhe halten. Gerade jetzt in der Ranzzeit sind Fuchsspuren häufig zu entdecken, doch auch Hase und Reh sind im Winter aktiv unterwegs.
Eine geschlossene Schneedecke bedeutet für Tiere und Pflanzen dabei keineswegs automatisch einen härteren Winter. Im Gegenteil: Schnee kann sogar schützen. Er speichert die vom Boden abgegebene Wärme und sorgt dafür, dass es unter der Schneedecke bei starkem Frost deutlich wärmer ist als darüber. Manche Tiere wie Auerhuhn oder Hase nutzen diesen Effekt, indem sie sich einschneien lassen oder Schneehöhlen anlegen. Auch Pflanzenknospen und Wurzeln werden so vor dem Erfrieren geschützt.
Über rund 200 Höhenmeter geht es hinauf zum Brotjacklriegelturm. Der Rückweg führt zunächst über den Turmweg in Richtung Ölberg, bevor man noch davor rechts auf den Wanderweg 17 abzweigt und über Neufang wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrt.
Bild 1: Vor allem bei Neuschnee lohnt es sich, die Schneeschuhe auszupacken.
Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Bild 2: Der vereiste Brotjacklriegelturm.
Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Für Rückfragen steht Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung Carina Kronschnabl
Landkreis Deggendorf